Themenschwerpunkt "Rund um die Immobilie"

Steuerberatung für Privatpersonen oder Unternehmer kommt häufig an einen bestimmten Punkt: Was ist mit der Immobilie?

Egal ob es sich um eine Betriebsaufspaltung, einen gewerblichen Grundstückshandel oder um eine umsatzsteuerliche Organschaft handelt: Immer gibt es eine Immobilie, welcher besondere Aufmerksamkeit gebührt. Vernachlässigt man als steuerlicher Berater die Immobilie, kann dies für den Mandanten heikel werden. Die Nachlässigkeit des steuerlichen Beraters ist regelmäßig dem Mandanten zuzurechnen.

Auch ohne diese Gedanken sollte man sich häufiger über seine „Assets“, also seine Vermögensgegenstände Gedanken machen. Denn diese spiegeln zumeist wider, wie gut das Geld Verdienen in den letzten Jahren funktioniert hat und was man an die nächste Generation übertragen möchte. Selbstverständlich soll der Fiskus hiervon so wenig wie möglich partizipieren. Und auch im Falle eines Schicksalschlages wie schwerer Unfall, schwere Krankheit, Insolvenz oder Scheidung soll die Immobilie möglichst erhalten bleiben.

Wir stellen Ihnen im Themenschwerpunkt „Rund um die Immobilie“ Wissenswertes und Nützliches zu diesen Themen vor. Die Seite wird regelmäßig gewartet und erneuert; sollte Ihre Frage nicht beantwortet werden, senden Sie uns diese doch unter Kontakt zu. Wir beraten in unserer Steuerberatungskanzlei zwar nur unsere Mandanten, aber wir würden Ihre Fragen bei der nächsten Aktualisierung beachten.

 

**** Einmalige Beratung von Nicht-Mandanten bzw. Neumandanten: Wir beraten Sie auch wenn Sie nur einmalig Beratungsbedarf haben bzw. noch kein Mandant sind. Die Kosten hierfür beragen 190€ netto zzgl. Umsatzsteuer und sind direkt beim Beratungstermin in bar mitzubringen. Sie bekommen eine Rechnung und eine Quittung. ****

 

Arbeitshilfe Kaufpreisaufteilung Grundstück

Haben Sie ein Grundstück erworben und wollen nun Abschreibung (AfA) für das Gebäude steuermindernd geltend machen?

 

Dann haben Sie vermutlich auch, wie viele andere Steuerpflichtige in den letzten Jahren, diese unangenehme Erfahrung gemacht:

Die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung ist weit geringer wie der Kaufpreis der Immobilie. Die Finanzverwaltung geht davon aus dass der Kaufpreis der Immobilie teilweise dem Grund und Boden zuzurechnen ist und teilweise auf das Gebäude entfällt. Das ist soweit auch nachvollziehbar. Durch die extreme Verteuerung der Immobilienpreise geht die Finanzverwaltung leider davon aus, dass der Bodenanteil am Kaufpreis für Immobilien stark gestiegen ist. Die Kaufpreisaufteilung bei den Grundstücken hat sich also extrem zuungunsten der Steuerpflichtigen verschlechtert.

 

Vor 2009 und damit vor dem großen Anstieg der Immobilienpreise konnten viele Steuerpflichtige damit rechnen rd. 80% des Immobilienpreises als Anschaffungskosten des Gebäudes verbuchen zu dürfen. Heute muss der Steuerpflichtige damit rechnen das 80% des Immoblienkaufpreises auf den Bodenwert entfällt und damit nicht in die Abschreibungsbemessungsgrundlage fällt.

 

Die Finanzverwaltung sah sich in der Vergangenheit häufigen Einsprüchen aufgrund Änderung der Abschreibungsbemessungsgrundlage ausgesetzt. Aus diesem Grund hat die Finanzverwaltung eine „Arbeitshilfe zur Aufteilung des Gesamtkaufpreises für ein bebautes Grundstück (Kaufpreisaufteilung)“ veröffentlicht. Diese sehr sinnvolle Arbeitshilfe der Finanzverwaltung können Sie kostenlos hier einsehen:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Einkommenssteuer/2018-03-28-Berechnung-Aufteilung-Grundstueckskaufpreis.html

 

Nur ergänzend sei folgendes hinzugefügt:

Beim Immobilienerwerb werden zur Ermittlung der Anschaffungskosten einer Immobilie neben dem Kaufpreis für die Immobilie auch die Nebenkosten wie Notarkosten, Grunderwerbsteuer, Maklerkosten hinzugerechnet. Diese Anschaffungskosten werden aufgeteilt in Abschreibungsbemessungsgrundlage für das Gebäude (§ 7 Abs. 4 EStG) und in den Anteil für Grund und Boden. Der Anteil für den Grund und Boden ist nicht abzugsfähig und kann grundsätzlich nur beim Verkauf der Immobilie vom Veräußerungspreis abgezogen werden. Damit ist klar: Je höher der Anteil für das Gebäude umso höher die Abschreibung. Je höher der Bodenanteil, je niedriger die Abschreibung.